Tibet Terrier
 

Tibet Terrier  sind noch gar nicht so lange in Europa gezüchtet worden.  Sie kamen zuerst nach England und wurden dort unter dem Namen „Tibet Terrier“ registriert, obwohl sie im Ursprung Hütehunde waren. Lange Zeit gab es Verwirrungen mit dem etwas kleineren Lhasa Apso, bis man sich auf konkrete Standards für beide Rassen geeinigt hatte.

Auf Grund seiner ursprünglichen Aufgabe in Tibet  ist der Tibet Terrier ein idealer Familienhund, der in jede Familie passt. Ob aktiver Sport (Agility, Begleithunde- training, Dogdancing usw. ), große Wanderungen, Bergtouren, faulenzen am Strand, liegen auf der Couch, für alles ist der Tibet Terrier zu haben. Auf Grund seiner Größe von 34 – 42 cm ist er auch für Radtouren oder joggen geeignet. Er ist natürlich kein Hund , der auf Befehl in sich zusammenfällt. Das ist auf Grund seiner Herkunft auch gar nicht möglich. Der Tibet Terrier wurde mit seiner Herde allein losgeschickt und musste allein entscheiden, wie sie unversehrt wieder zurückgebracht wird. Daher rührt auch sein berühmter zeitweiser Dickkopf und es ist durchaus möglich, dass der Tibet Terrier „hinterfragt“, ob ein gegebener Befehl wirklich jetzt gleich oder überhaupt nicht ausgeführt werden muss. Letztendlich wird man sich mit einem Tibet Terrier in der Öffentlichkeit nie blamieren, denn ein Tibet Terrier „weiß“, wann er sich wirklich zu benehmen hat. Probleme mit Katzen hat der Tibet Terrier nicht. Wir haben viele Welpenbesitzer, die außer ihrem Hund auch noch Katzen haben. Eine Bekannte betreibt neben ihren Tibetern auch noch eine kleine Katzenzucht.

Wer aber einmal von  dem „Tibet Terriervirus“ befallen wurde, bleibt der Rasse  ein Leben lang treu.
Durch den 2. Weltkrieg brach die Zucht in Europa fast zusammen und es wurden einige Hunde ohne Abstammungsnachweis verwendet, die wie Tibet Terrier aussahen. Daher rührt auch die Farbvielfalt der Rasse, denn die ursprünglich importierten Hunde waren entweder schwarz mit weißen Abzeichen oder weiß mit schwarzen Abzeichen. Schokoladenfarbene Hunde kommen in allen Linien vor, werden aber auf grund ihres Pigmentverlustes nicht weiter für die Zucht verwendet. Die ursprüngliche tibetische Blutlinie wurde lange Zeit hauptsächlich in Amerika rein weitergezüchtet und wird heute nach der 1. europäischen Zuchtstätte in England „Lamleh“ genannt. Heute gibt es in vielen Ländern Zwinger, die diese Blutlinie rein weiterzüchten. Ich persönlich bevorzuge eine Kombination dieser Linie mit den alten
europäischen.

Inzwischen gibt es auch einige gute Bücher über den Tibet Terrier, mit denen jeder sein Wissen über die Rasse noch vertiefen kann.

letzte Aktualisierung 21.7.2017